Halbzeit

Halbzeit

Ok, schon der Titel stimmt nicht ganz. Aber erstens ist dieser Post schon längst überfällig, und zweitens ist es schon ein wirklich seltsames Gefühl, dass ich mittlerweile schon länger in Norwegen bin als ich es noch sein werde. Es ist Ende März; Ende Mai ist mein Erasmus-Semester dann auch schon wieder vorbei.

Was hat sich verändert, seitdem ich angekommen bin? Zuerst einmal habe ich das Geheimnis entdeckt, wie man hier mit den exorbitanten Preisen umgeht, auch wenn die eigenen finanziellen Ressourcen endenwollend sind: Nicht mehr umrechnen und die Augen zukneifen wenn man auf die Bierkarte sieht. Das klingt vielleicht banal, aber ändern kann man an der starken norwegischen Währung eh nichts. (Auch wenn ich insgeheim immernoch auf unentdeckte Erdölvorkommen irgendwo auf der Welt hoffe, die die Norwegischen Kronen in den Keller treiben können.) Aber noch etwas hat sich verändert: Der Frühling ist tatsächlich eingekehrt und mittlerweile ist auch ein Eis am Hafen mit leichter Bekleidung in greifbare Nähe gerückt.

Halbzeit

Und wie vertreibt man sich die Zeit so als Austauschstudent in Norwegen? Nun, im März zum Beispiel mit einem kleinen in Trip ins nördliche Tromsø (beinahe am 70. nördlichen Breitengrad), in dem jedes zweite Geschäft in den Straßen eine nördliche Superlative ist. Von der nördlichsten Brauerei, über die nördlichste Kathedrale bis zum nördlichsten Burger King der Welt ist alles vertreten. Und während manch andere StudentInnen mit fast schon manischem Eifer der Aurora Bolearis nachgejagt sind, haben wir uns dazu entschieden, die Stadt als solches zu genießen und herumzustrawanzen.

Blitzhuset

Blitzhuset


Das Studium an der HiOA geht mal schneller, mal langsamer voran, Arbeiten wollen schließlich geschrieben, Webseiten programmiert und Selbstbeweihräucherung betrieben werden. Daneben hat man aber noch genug Möglichkeiten, das Studentenleben zu genießen. Im ehemals besetzten Blitzhuset (für GrazeInnen: Spektralisch) einen Kaffee schlürfen während der Frau hinter der Theke eine Ratte um die Schultern kriecht, am Wochenende in einer der unzähligen Bars in Grünerløkka einkehren und Sonntags Abend im Blå der Hausband, dem Frank Znort Quartet, lauschen und die Sonntagsabendsdepression vergessen.

Halbzeit


_MG_1816_MG_2348Die Straßen von Oslo

Ich hoffe, bald, wenn ich Zeit habe, noch einmal ein paar Eindrücke online zu stellen, bis dahin muss man sich mit diesem knappen Post zufrieden geben.

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