Investigativ zu sein ist eine Geisteshaltung

Investigativ zu sein ist eine Geisteshaltung

Florian Klenk, stellvertretender Chefredakteuer der Wiener Stadtzeitung Falter, im Gespräch über seine Karriere, investigativen Journalismus und darüber, warum Journalisten keine eierlegenden Wollmilchsäue sind.

Levin Wotke: Herr Klenk, können Sie zu Beginn kurz über Ihre Ausbildung sprechen und darüber, wie Sie zum Journalismus gekommen sind?

Florian Klenk: Ich habe Jus studiert und war mit dem Erasmus Programm in Leiden, Holland, wo ich dann Grund- und Europarecht studiert habe. Danach war ich kurz Flüchtlingsberater bei „Helping Hands“ und schon früher habe ich ein Praktikum beim Kurier gemacht. 1996 und 97 habe ich dann den Redaktionslehrgang Magazinjournalismus vom Profil und dem Institut für Publizistik absolviert. Anschließend war ich ein Monat Volontär beim Profil und wurde dann vom Falter abgeworben. 2003 war ich ein dann Vierteljahr bei der ZEIT, und von 2005 bis 2007 war ich nochmal 18 Monate dort.

Das heißt, der Falter hat sie direkt vom Profil weg engagiert?

Als ich in Holland studiert habe, habe ich mich mit Artikeln beim Falter beworben. Das war zum Beispiel ein Artikel darüber, dass der Gebrauch von Cannabis in Holland nicht mehr so einfach sein soll. Der Artikel ist gedruckt worden und dann habe ich den nächsten über Hungerstreik in der Schubhaft geschrieben und dann einen über den Wiener Gedenkdienst. Ich habe also relativ bald Gefängnisse und Justiz porträtiert und irgendwann hat mir Armin Thurnher [Chefredakteur des Falter] eine Kolumne gegeben und anschließend einen Job.

Und wie war das genau mit der ZEIT?

Ich habe dort eine Hospitanz gemacht, was eine Form von Gastmonaten ist. Ich habe drei Monate in Hamburg verbracht und nach einem Jahr hier in Österreich hat mich der Ressortleiter der Politik gefragt, ob ich nicht fix zur ZEIT kommen will.

Und warum sind Sie dann wieder zurückgekommen?

Einerseits hatte das private Gründe und außerdem habe ich hier ein sehr gutes Jobangebot erhalten. Ich hätte zwar eine Verlängerung des Vertrags bekommen, bin aber nach Wien zurückgekommen, weil ich auch hier meine soziales Umfeld und meine Familie habe, die damals nicht nach Hamburg wollte.

Was macht Ihrer Meinung nach guten Journalismus beziehungsweise einen guten Journalisten aus?

Gute Frage. (überlegt) Er muss unabhängig, also nicht von Interessen seiner Inserenten abhängig, sein.

Er muss neugierig sein und die Welt muss ihn grundsätzlich interessieren. Nichts ist schrecklicher als ein gelangweilter Journalist, der meint, er hätte schon alles gesehen. In Sitzungen gibt es oft den klassischen Satz “Na, wos soll da außi kummen?” Wenn ich so etwas in der Redaktion höre, kriege ich rote Flecken im Gesicht. Ein Journalist muss auch die Fähigkeit haben, sich gut zu organisieren, also in sehr kurzer Zeit sehr viel Wissen aufzusaugen und wissen, woher er es bekommt. Natürlich muss er auch gut schreiben, sich vermitteln, können. Er darf weder schwätzen, noch sich in irgendeinem Fachsprech verlieren, was vor allem bei Wirtschaftsjournalisten sehr oft der Fall ist.

Er muss fair sein, also Gegenpositionen, die seiner persönlichen Überzeugung widersprechen, anhören und auch in seine Texte einfließen lassen. Und er muss bereit sein, auch Staub an den Füßen zu haben. Nichts ist langweiliger als Journalisten, die immer nur an ihrem Schreibtisch sitzen und von dort aus die Welt betrachten. Auch wenn der Journalist noch so arriviert ist sollte er bereit sein, zu verreisen und sich etwas anzuschauen. Die guten Kommentatoren der New York Times, die nur Op-ed Pieces schreiben, also nur Meinung machen, sind Leute, die verreisen.

Ich glaube außerdem, dass man dass man sich als Journalist spezialisieren muss. Die Entwicklung war ja lange Zeit so, dass Journalisten alles können sollen – die eierlegende Wollmilchsau. Sie sollen schreiben und Radio und Fernsehen und irrsinnig viele Techniken beherrschen. Es ist gut, wenn man das kann, aber ich glaube, dass es viel wichtiger ist, ein Spezialist auf seinem Gebiet zu sein.

Das führt zu meiner nächsten Frage: Wann haben Sie begonnen, konkret im investigativen Journalismus zu arbeiten?

Da muss man erst einmal definieren, was investigativer Journalismus ist. Das ist eine Zuschreibung, die mich ja sehr ehrt, mit der ich aber sehr wenig anfangen kann. Was heißt “investigativ”? Investigativ heißt, dass ich das, was mir jemand sagt einmal grundsätzlich in Frage stelle. Das heißt nicht, das ich es für falsch halte. Wenn der Herr Grasser sagt, er ist supersauber, dann gehe ich der Frage nach, ob das stimmt. Man kann auch sagen, investigativ zu sein ist eine Geisteshaltung, eine grundsätzliche Einstellung zu seiner Berichterstattung. Ist das, was mir die Leute da draußen erzählen, richtig ? – Sei es der Herr Grasser, seien es die Tierschützer, sei es die Justiz, sei es die Polizei. Und dann fange ich an, das zu überprüfen. Es hat auch etwas Detektivistisches, die Informanten zu befragen.

All das mache ich eigentlich schon von Beginn an. Das war für mich der Grund, warum ich Journalist geworden bin: Weil ich Dinge hinterfragen und mit dem Gedanken ‘Wo gibt es Missstände?’ im Hinterkopf verändern wollte. Die Zeit, in der ich Flüchtlingsberater war, war sicherlich eine Phase, in der ich gesehen habe, dass das, was ich im Juridikum in den Rechtsbüchern gelernt habe nicht übereingestimmt hat mit dem, was ich da erlebt habe und wie es den Flüchtlingen geht.

Wie schaffen Sie es, an schwer zugängliche Informationen zu gelangen, beispielsweise in Fällen wie dem von Marcus Omofuma oder Umar Israilov? Wie geht man da vor?

Indem man sich überlegt, wer Informationen über einen Fall hat. Es kann die Polizei sein, es können Beschuldigte sein, es können Anwälte sein, es können Zeugen sein – und die fragt man ab. Dann trägt man wie ein Eichhörnchen Informationen zusammen, so wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt. Man kriegt das Wissen auch, indem man man in Bibliotheken geht, mit Fachleuten spricht und einschlägige Literatur liest. Auf die Art und Weise kommt man zu Dokumenten und Fällen. Es ist letztlich Forschung, wenn man so will.

Aber es ist ja trotzdem etwas anderes, weil man sich dabei ein großes Netzwerk aufbauen muss.

Ja, man muss sich ein Netzwerk aufbauen von Leuten, die solche Fälle betreuen. Das können ganz unterschiedliche Leute sein. Im Falle Israilov haben Menschenrechtsorganisationen diesen Fall sehr genau dokumentiert. Die haben nichts anderes getan, als den Fall über Jahre hinweg zu verfolgen. Die ruft man an und sagt: “Teilt Ihr Euer Wissen mit mir? Was wisst Ihr über diesen Fall?”

Haben oder hatten Sie bestimme Vorbilder im Journalismus?

Ich hab kein Vorbild in dem Sinne einer bestimmten Person. Es gibt Traditionen, die mir taugen. Zum Beispiel die Sozialreporter des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts in Wien, der Egon Erwin Kisch natürlich, Emil Kläger, Max Winter. Das sind Reporter, die damals in der k.u.k. Metropole Wien das gemacht haben, was heute der Herr Wallraff macht. Sie sind ganz banalen Alltagsfragen nachgegangen. Eine Beispiel ist Max Winter, der eine Reportage über die hunderttausenden Karpfen, die zu Weihnachten in Wien verspeist werden, geschrieben hat. Er hat die Frage gestellt, wo die Karpfen eigentlich herkommen, und ist draufgekommen, dass die Karpfen in Böhmen von ausgebeuteten Tagelöhnern gefischt werden. Heute ist in der ZEIT eine Titelgeschichte darüber, wo ein H&M T-shirt um 4,95 Euro eigentlich herkommt. Im Grunde genommen ist das die gleiche Tradition. Das ist investigativer Journalismus. Ein großer Konzern wie H&M will Informationen nicht preisgeben und der Journalist macht sich auf die Suche. In Amerika hat es diese Leute auch gegeben. Nellie Blys „Ten Days in a Madhouse“ ist zum Beispiel ein Text, der mich sehr fasziniert. Bly hat sich undercover in eine Psychiatrie hineingeschmuggelt und beschrieben, wie so ein Madhouse im damaligen Amerika funktioniert hat.

Diese Journalisten waren letztlich Reformer. Es waren Ärzte, Juristen, Menschen, die die Gesellschaft verändern wollten, indem sie ihre Schwachstellen aufgespürt haben. Wen ich heute sehr bewundere ist Hans Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung, der sicher einer der reflektiertesten Aufdecker ist, weil er das, was er tut auch geistig behirnt.

Wie gehen Sie mit dem Internet als Medium um? Sie haben ja seit 2003 einen Blog.

Mein Blog ist eigentlich nur ein Archiv meiner Texte, ich blogge also nicht im Sinne eines normalen Bloggers, sondern stelle alle Texte, die ich schreibe, online. Ich twittere hin und wieder und halte das für ein spannendes Medium, weil ich Informationen erhalte, die mich wirklich interessieren. Ich schreibe aber auch nicht meine persönliche Befindlichkeit, ich twittere zum Beispiel wenn ich einen guten Text lese. Es gibt ein paar Leute, die mich interessieren und das bringt mich auch auf Ideen. Ich bin nicht auf Facebook, das ist mir zu privat beziehungsweise zu zeitraubend. Natürlich recherchiere ich so wie jeder andere auch in verschiedenen Datenbanken. Das Internet ist auf jeden Fall ein nicht mehr wegzudenkendes Medium. Gleichzeitig halte ich es aber oft für sehr charmant, den Computer wegzulegen und sich ein eigenes Bild zu verschaffen.

Sie haben ja in letzter Zeit auch sehr viele kritische Texte über Wikileaks verfasst.

Naja, also kritisch – Ich sehe es differenziert. Ich sehe es nicht kritisch in dem Sinne, dass ich Wikileaks verdamme. Ich glaube, dass man nicht den Fehler machen darf, Wikileaks gegen die klassischen Medien auszuspielen, nach dem Motto: ‘Jetzt zeigen wir’s einmal den alten Journalisten, da kommt jetzt was ganz Neues und das wird euch die Wadel fire richten.’ Je länger ich Wikileaks betrachte, desto mehr sehe ich, dass es eigentlich nach einem ganz klassischen Muster funktioniert: Es gibt einen Journalisten, es gibt ein Medium und auf diesem Medium werden Dokumente veröffentlicht, die zensiert und gefiltert werden. Der einzige Unterschied zu herkömmlichen Medien ist, dass es sich einer nationalen Jurisdiktion entzieht. Ob das aber unumschränkt richtig ist, darüber bin ich mir nicht sicher. Wir reden hier über teilweise wichtige Dokumente, aber was ist, wenn da Dinge stehen, die nicht wichtig sind, sondern andere Leute in ihrem höchstpersönlichen Lebensbereich betreffen. Und solche Plattformen gibt es ja, die heißen nur nicht Wikileaks, sondern Wikilegia oder Genderwahn [mittlerweile gesperrt]. Dort kann jedermann seine Dokumente über andere hochladen. Der Umstand, dass wir ein Mediengesetz haben und dass man Persönlichkeitsrechte von Betroffenen schützen kann, hat ja auch einen Antwortcharakter, weil eben Leute in ihren höchst persönlichen Lebensbereichen bloßgestellt wurden. Ich sehe da schon eine gewisse Verantwortung der Medien. Das ändert aber nichts daran, dass Wikileaks die Pressefreiheit genießen muss und dass man es gesondert zu begründen hat, wenn man es einschränken will, und nicht umgekehrt Wikileaks begründen muss, warum es tätig ist.

Wie stark ist für Sie die persönliche Belastung durch Ihren Beruf?

Ganz unterschiedlich. Es gibt ganz normale 40 Stundenwochen, es gibt aber auch 70 und 80 Stundenwochen. Die Frage ist, wann bei einem Journalisten die Arbeit beginnt. Ist Zeitung lesen Arbeit? – Ja, natürlich, auf eine gewisse Art und Weise, es ist aber auch Erholung. Sind Abendveranstaltungen und Diskussionsrunden Arbeit? – Ja, aber es ist auch privates Interesse. Es ist nicht so wie bei einem Maurer, der sein Flaschel um 16:00 fallen lässt und sagt: “Ab jetzt bin ich frei.” Journalismus ist mein Leben und das hört nicht einfach auf. Es gibt aber auch Phasen, in denen ich froh bin, dass ich hinter dem Schreibtisch sitze und nichts schreiben muss.

Aber betritt man in Fällen wie dem von Umar Israilov nicht gefährliches Terrain?

Es wäre, glaube ich, vermessen das zu sagen, vor allem gegenüber den Kollegen, die in autoritären Staaten leben und wirklich etwas riskieren. Würde ich als Journalist in Grosny arbeiten wäre es gefährlich. Aber ich lebe in Wien und es ist nicht so, dass mich hier jemand in irgendeiner Weise bedrohen würde, dazu sind meine Artikel zu harmlos.

Bei Ihnen ist es ja, wie ich das mitbekommen habe, mittlerweile schon so, dass viele Leute mit Informationen zu Ihnen kommen, gerade mit diesen Weisungsakten, oder ist das nur eine Illusion?

Bei den Weisungsakten war es so, ja. Aber es stimmt nicht, das ständig jemand in der Tür steht und seine Akten abgibt. Es ist schon eine mühselige Arbeit, die Person zu finden, die etwas hat und sie davon zu überzeugen, dass sie es hergibt. Die meisten Sachen, die mir die Leute bringen, interessieren mich nicht. Die Leute bringen mir ja auch Scheidungs-, Sachwalter- oder Erbschaftsverfahren, also lauter private Angelegenheiten, bei denen die Leute unglaubliches Unrecht zu erleben glauben. Das ist aber überhaupt nicht von öffentlichem Interesse. Gerade als diese Weisungsgeschichte war sind Unmengen an Akten eingegangen. Es hat sich da nur so gestapelt. Das waren Unterlagen in der Art von “Die Gemeinde Hintertupfing hat dem Bauern Hipfelbuber ein Stück Acker weggenommen, weil sie einen Güterweg bauen wollen”, und der Bauer sagt: “Das ist ein großer Korruptionsskandal”, was für ihn vielleicht wirklich so ist, weil er ein Stück Land verliert, aber für die Öffentlichkeit hat es keinen Wert. Es geht schon darum, gerade bei so einem Fall wie Grasser, mit vielen Leuten zu sprechen, die an diesem Fall beteiligt sind, seien es Anwälte, Zeugen oder auch Whistleblower. Und irgendwann mal hat man dann das Glück, dass jemand sagt: “Ich habe eine Dokument zu dem Fall und das geb’ ich jetzt her.”

Danke für das Interview!

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2 thoughts on “Investigativ zu sein ist eine Geisteshaltung

  1. ein gelungenes interview, interessant die schon etwas reiferen aussagen hr. klenks zu wikileaks, naemlich dass es sich da nicht um praepotente journalistenhiphoper handelt, die eben mal den alten zeigen wollen, wos lang geht

    aber eins hat hr. klenk in meinen augen immer noch nicht verstanden, oder interpretier`ich ihn falsch: es gibt einen journalisten, es gibt ein medium, dort werden dokumente veroeffentlicht…so weit so gut

    was hat wikileaks damit zu tun?

    wikileaks laesst sich jedenfalls nicht in diese grundsaetzliche kausalkette einordnen, weil wikileaks im wesentlichen rohmaterial fuer den journalismus bereitstellt, rohmaterial welches zwar voellig transparent von der oeffentlichkeit einsehbar ist und nicht nur ausschnittsweise oder in zitaten, rohmaterial aber, welches unbedingt von journalisten aufgearbeitet/editiert werden muss, in einen sinngebenden zusammenhang gestellt werden muss

    groesstes anliegen dabei von wikileaks: der whistleblower darf nicht geoutet werden, also die datenquelle muss absolut geschuetzt werden…wenn also jemand dem hr. assange ein birsantes mail schickt, darf kein nachrichtendienst dieser welt und kein staatsanwalt dieser welt die moeglichkeit haben, digital die quelle zu ermitteln…..deshalb ist das projekt wikileaks im innersten kern zunaechst mal kein journalistisches projekt sondern ein IT-projekt….ein IT-projekt, dass erfordert einen code zu schreiben in IT-sprache, welches die beschriebenen anforderungen der geheimhaltungen erfuellt…und deshalb sind etwa die herren assange oder domscheit-berg in erster linie mal keine journalisten, sondern IT-profis, oder wer will: IT-nerds, oder wer will HACKER

    von diesem kern aussgehend, kommen dann die weiteren huellen und netzwerke, etwa die vermarktung (sowohl in finanzieller hinsicht: server muessen erst mal unterhalten werden, arbeitsstunden bezahlt; wie auch hinsichtlich medialer aufmerksamkeit: gehoer finden, richtige kanaele anzapfen)

    jetzt kommt der journalismus ins spiel: der guardian, der spiegel, el pais…die bekommen exklusivrechte vorab, duerfen das material vorab einsehen und journalistisch bearbeiten, um fuer die oeffentlichkeit einen mehrwert zu erzielen ja und die veroeffentlichen dann ein journalistisches produkt in einem journalistischen medium…auch herr klenk oder ein hr. pilz….der eine mehr, der andere weniger kann dieses rohmaterial journalistisch bearbeiten oder halt politisch subjektiv….

    ich finde dieser gedankengang kommt in der allgemeinen wikileasbetrachtung viel zu kurz

    auf feedback freut sich sichtlich

    AntonWagner

  2. Also, wenn Du das ganz genau wissen willst, müsstest du Herrn Klenk selbst fragen.

    Ich denke: Es ist ja so, dass Assange und andere bei Wikleaks Tätige wenn sie Akten erhalten diese vorerst analysieren. Bei der Veröffentlichung der Iraqi War logs hat Wikeleaks ja auch immer beteuert, dass US-Kriegsstrategien nicht veröffentlicht und keine Soldaten in Gefahr gebracht würden.
    Insofern müssen die Daten vor der Veröffentlichung also auch alle gesichtet und bearbeitet werden, ähnlich wie es jemand wie Florian Klenk macht. Natürlich ist das nicht genau dasselbe und die Art und Menge, in der die Dokumente dann veröffentlicht und verarbeitet werden, auch nicht, aber ich glaube, dass es da schon Parallelen gibt, die Herr Klenk gemeint hat.

    Und ob man die Wikileaks Aktivisten nun Journalisten, Hacker oder IT-Profis nennt, ist für mich in gewisser Weise Haarspalterei. Journalist ist keine geschützte Berufsbezeichnung, und gerade heutzutage ist die Frage, wer Journalist ist und wer nicht, nicht mehr so einfach zu beantworten.

    Hoffe, das war hilfreich,
    Levin Wotke

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